26. Etappe: Lüttich – München – Home Run

Finale: Mittags Maschine auslösen, zusammenschrauben, tanken (nachdem ich nach 2km liegenblieb) und weiter. In Lüttich scheint die Sonne, regnet und graupelt es. Keine Lust auf Überraschungen. Zwei mal Schnee auf der Reise waren genug, den brauche ich zum Abschluss gewiss nicht. Daher so schnell wie möglich nach Hause, auch wenn ich so manches Versprechen, auf meinem Heimweg bei dem Einen oder Anderen vorbeizuschauen, leider nicht einhalten kann. Bitte nicht böse sein!

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Beim Wetter habe ich wohl Glück. Würde jetzt die Sonne scheinen, gäbe es bestimmt einen tollen Regenbogen, aber es ist Nacht und somit erlebe ich nur die erste Hälfte des Regenbogens. Zum Glück ist kaum was los, deswegen kann ich relativ entspannt entlang rollen.

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Es wird also ein Ritt durch die Nacht. Kurz nach 4:00 Uhr morgens bin ich dann zu Hause. Endlich. Geschafft! Wohlbehalten ohne große Krankheiten (zwei Schnupfen, einmal Magen-Darmverstimmung) und Blessuren bin ich mit meiner Maschine am Startpunkt nach fast sieben Monaten und laut Tacho nach 45.317 km angekommen.
Ein erstes Resumée der gesamten Reise: Fantastisch!
Den Schluss hatte ich mir schon ein wenig anders vorgestellt, aber die ganze Reise ist bzw. war unvorstellbar! ;-)

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Der Maschine sieht man die Reise an. So manche Schramme verleiht ihr jetzt Charakter und hebt sie ab von den wohlbehüteten und daheim gebliebenen Motorrädern. Manchmal brachte sie mich zur Weißglut, wenn sie sich zum unzähligsten Male in den Sand legte, forderte mich, als ich sie halb zerlegen musste, aber sie hat mich nie wirklich in Stich gelassen. Auch ich habe mich gewiss verändert. Wäre auch schlimm wenn nicht. Aber inwieweit, kann ich natürlich nicht sagen und wahrscheinlich fällt es meiner Familie und Freunden dann eher auf.
Mal schaun, wie lange es dauert, bis mich der Alltag wieder hat. Aber erstmal steht großes Wäschewaschen, Ausrüstung reinigen und reparieren an, dann nach nem neuen Job schauen …ok, der Alltag hat mich wohl schon…und natürlich die Weihnachtszeit mit meinen Lieben genießen.

Bei allen Blog-Lesern vielen Dank für das große Interesse, das “Mit(er)leben” und die zahlreichen Nachrichten, die ich von Euch unterwegs erhielt. Sei es als Kommentare auf die Artikel oder als Mail! Ich fühlte mich nie allein.
Der Blog erhält langfristig eine neue Adresse: www.munich-munich.com
Dort soll er als Anreiz für Reiseinteressierte und Erinnerung für alle Beteiligte verfügbar sein. Wenn sich die Zeit findet, werde ich versuchen eine englische Version zu schreiben. Sehr viele fragten diesbezüglich an.

Meinen temporären Weggefährten, insbesondere Martina und Thomas, ein extra Dankeschön, die mit mir Japan bzw. Kanada erkundeten und so dem Ganzen ein großes Sahnehäubchen aufsetzten!
Für Martina ein spezielles Dankeschön, die sich neben den eigenen großen Projekten um meine Angelegenheiten zuhause und teilweise unterwegs großartig gekümmert hat! …ich sag da nur: Kreditkarte – Prag. :-)

Das war’s. So schnell wird aus einem großen Traum Wirklichkeit. Was bleibt sind zahlreiche schöne (und vereinzelt nicht so schöne) Erinnerungen, Bilder und Geschichten. Aber das Positive überwiegt und aus dem Negativen zieht man seine Lehren. Ganz nach dem Motto: “Nicht ärgern, nur wundern!”
Für alle, die mit dem Gedanken spielen, ebenfalls eine große Reise auf eigene Faust durchzuführen, habe ich nur einen Rat: Macht es und genießt es!

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2 Responses to 26. Etappe: Lüttich – München – Home Run

  1. Michael und Bianca says:

    Na dann, willkommen daheim – vielleicht schafft ihr es ja mal, die Weltreise bis zu uns anzutreten, wir würden uns sehr freuen.
    Und jetzt tue Dir einen Gefallen: Lass den Alltag nicht zu schnell wieder übernehmen, der kommt noch früh genug, aber er hat jetzt fast sieben Monate auf Dich gewartet, das tut er auch noch länger.

    Viele Grüße von uns beiden

  2. Hi Chris

    We met on Bailakl lake Russia when we hopped on the Ferry to the island. We want to thank you for the good advises for Mongolia. Many time we said to eachother your words: “Don’t worry, we are going to make in.” And indeed, we made it and it was wonderfull! We were lucky to have know problems at all with the people. Broke 2 springs but could repaired them. They were used to the spring problem in Mongolia!

    We saw you did made it to Vladivostok. Must be a big diffrent to entre Amerika after Russia. But it is good te read you made it home safely. Same for us. We just came home and trying to get used to the “normal” life again! Warm shower is wonderfull. But the rest is diffrent! Start saving again and dream of the next travel!

    Many greeting Frank Martine and our dog Happy

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